Marmor(tassen)kuchen

Ich bin zurück! Zurück in der Bloggerwelt, die deutsche Heimat muss noch bis Ende Mai auf mich warten – auf mich und meine Kuchen. Während der letzten vier Wochen hatte ich die Gelegenheit, eines der größten Retailunternehmen Südamerikas etwas genauer kennenzulernen, aber alles was ich im weit entfernten Chile so treibe könnt ihr bekanntermaßen hier nachlesen. So begab es sich, dass meine Kollegen wissen wollten: „Was ist in Deutschland anders als bei uns in Chile?“ Bei so zahlreichen Antwortmöglichkeiten weiß man gar nicht, womit man anfangen soll. „Zum Beispiel beim Essen; was ist dort nicht erhältlich?“ Mmmmh, eine Avokado kostet in Deutschland in etwa soviel wie in Chile ein ganzes Kilo und hier kommt kein Gericht ohne Zitronensaft und Mayonnaise aus – und Dulce de Leche kann man bei uns nicht im Supermarkt kaufen. „Was esst ihr denn dann an süßen Dingen? Keinen Pie de Limón, keine Himbeer-Baiser-Torte, keine Torta de Mil Hojas mit gaaaanz viel Dulce de Leche?“ Gute Frage. In Deutschland isst man Kuchen. Kuchen gibt’s hier auch, bezeichnet allerdings nur flache, mit Obst belegte Gebäckstücke. Manchmal sagen Taten mehr als tausend Worte und so stellte ich am folgenden Wochenende die Küche auf den Kopf und entschied mich anhand der gefundenen Zutaten zum Backen eines Marmor(tassen)kuchens – sehr praktisch, vor allem wenn man in der fremden Küche trotz halbstündigen Herumstöberns keine Küchenwaage auftreiben kann.

MarmorkuchenDSC_9263

Zutaten (für eine Kastenform):
4 Eier
2 Tassen Zucker
1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanilleessenz
1 Tasse Milch
4 Tassen Mehl
1 Tütchen Backpulver
250 g Butter
ungesüßtes Kakaopulver

Zubereitung:
1. Den Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Vanillezucker und Milch hinzugeben und vorsichtig verrühren, denn die Masse ist (noch) sehr flüssig.
2. 3 Tassen Mehl über die Masse sieben und unterrühren. Die Butter schmelzen und ebenfalls unterrühren. Den Rest des Mehls mit dem Backpulver mischen, hinzugeben und so lange rühren, bis eine cremige Masse entsteht.
3. Die Hälfte des Teiges in eine gut gefettete und mit Mehl ausgestäubte Backform geben. Die andere Hälfte des Teiges mit dem ungesüßten Kakaopulver vermischen, sodass dieser eine dunkelbraune Farbe bekommt.
4. Dunkle Masse über den hellen Teig geben und diese mit einer Gabel durchmischen. Dabei nicht zu lange rühren, denn beide Teigfarben sollen noch zu erkennen sein. Ungefähr 50 Minuten backen, zwischendurch Stäbchenprobe machen.
5. Mit Freunden und Kollegen ein Kaffepläuschchen veranstalten, Lebensereignisse austauschen, Spaß haben und einen Teil deutsche Kuchenkultur weitergeben – ohne Scherz: in einigen chilenischen Supermärkten steht sogar deutsche Dr. Oetker Marmorkuchen-Backmischung im Regal. Lasst es euch schmecken! 🙂

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Über Anni

Anni, 21 Jahre jung. Deutsch-Chilenin auf der Reise durch die große weite Welt, von einer Küche zur nächsten. Ständig auf der Suche nach neuen kreativen Rezepten und den dazugehörigen (Test-)Essern.
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2 Antworten zu Marmor(tassen)kuchen

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