Dahin, wo der Wein wächst {Moselbilder I}

(Fast) Kein Urlaub ohne mein Fahrrad! So lautet mein Motto für diesen Sommer. Denn wenn ich am sechsten September in den Flieger nach Chile steige, ist es vorerst vorbei mit der gewohnten Freiheit – zur Türe rausgehen mit dem Kommentar „Ich weiß nicht, wohin ich fahre und wann ich wiederkomme – Handyempfang werde ich unterwegs wohl eher wenig haben“, das werde ich meiner Gastfamilie wohl eher nicht zumuten.

Aber zurück zum Eigentlichen: auch diese Woche, die ich zu Gast bei meiner Oma an der Mosel bin, darf das Zweirad nicht fehlen. Vergangenen Mittwoch stieg ich nach mehr als sechsstündiger Bahnfahrt in Wittlich aus dem Zug. Die seit Tagen niedrigen Hamburger Temperaturen und das Regenwetter gewohnt, wollte ich – eingemummelt in Schal und Regenjacke – so gar nicht in das sonnige, ungewohnt warme im Moseltal herrschende Klima passen. Gleich am Wochenende, als die Familie mit dem Auto nachgereist war, startete ich die erste Tour: von Bernkastel-Kues nach Traben-Trarbach und zurück. 55 Kilometer. Ich weiß nicht, wie oft ich die verschiedenen Teilstrecken in den letzten Jahren schon gefahren bin; wie oft ich in Traben-Trarbach zur Abkühlung ein Eis gegessen habe und an der Wehlener Brücke umgekehrt bin – jedes Mal aufs Neue ist die Landschaft mit den von Weinbergen gesäumten Straßen, den Kirchtürmen und Sonnenuhren schön!

Eigentlich ist das Wetter viel zu schön, um drinnen zu sitzen, Fotos zu bearbeiten und diesen Blog-Eintrag zu schreiben. Oder wäre es, wenn ich nicht gestern Vormittag im Zuge meiner Reisevorbereitung gleich zweifach geimpft worden wäre und anschließend aufgrund eines Beinahe-Kreislaufkollapses erst einmal in der Arztpraxis hätte liegen bleiben müssen. Als ich heute morgen dann nach meinem Fahrrad schaute, durfte ich darüber hinaus feststellen, dass gleich beide Reifen platt waren und das, wo ich es doch vorsorglich im Hausflur abgestellt hatte. Irgendeiner der Rentner in der Wohnanlage wird sich aufgeregt und ein Späßchen erlaubt haben…
Doch von solchen Lappalien lasse ich mir den Tag nicht verderben: gleich morgen plane ich wieder aufzubrechen, dieses Mal vermutlich in Richtung Trier. 🙂














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Über Anni

Anni, 21 Jahre jung. Deutsch-Chilenin auf der Reise durch die große weite Welt, von einer Küche zur nächsten. Ständig auf der Suche nach neuen kreativen Rezepten und den dazugehörigen (Test-)Essern.
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Eine Antwort zu Dahin, wo der Wein wächst {Moselbilder I}

  1. Ingeborg schreibt:

    Hallo Annika,
    spaziere gerade auf deiner Foto -und Erlebnis-Reisen im Internet. Grund dazu ist mal wieder deine Moseloma „Elisabeth“.Ich bin ganz begeistert was du so alles zeigst und bewundere deinen Mut ,so in die Welt zu reisen und dich anderen Kulturen anzupassen und zu erleben.
    Wir haben uns ja zuletzt beim Nico auf der Terrasse gesehen, muss im Juli gewesen sein, da hast du schon von deinem Vorhaben erzählt. Gerne hätte ich deine E-Mail Adresse um dir auch mal zu schreiben.
    Freue mich auf deine Antwort ,bis dahin liebe Grüsse von der Ingeborg Nicolay von der mosel die nun in Bayern lebt.

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