A Long Way Down

Zu Beginn der Sommerferien – die übrigens die letzten meiner Schullaufbahn waren (es sei denn, ich sollte mich entscheiden, Lehrerin zu werden ;-)) – war ich wieder einmal auf der Suche nach Lektüre. Anders sollte sie sein, als die endlos wiederkehrenden Schullektüren über Wendepunkte, die ich auf Französisch hatte lesen müssen, und über zehn Seiten hinausgehen. Ich stand also unschlüssig vor den überladenen Regalen und musterte die aneinandergereihten Buchrücken, als ich mich an David Nicholls erinnerte, den Autor von „One Day“. Der Name war schnell in die Suchmaschine eingegeben und schon spuckte mir der Leser-PC den Standort seiner Werke aus. Ich finde es sehr schade, dass man in unserer Kleinstadt-Bibliothek kaum Ausgaben in den Originalsprachen vorfindet, aber es gilt schließlich ein möglichst großes Publikum anzusprechen…

Zu sagen, ich wurde schnell fündig, wäre untertrieben. Nachdem David Nicholls’ „Keine weiteren Fragen“ in meinem Korb auszuleihender Bücher gelandet war entdeckte ich direkt neben der Lücke, die es im Regal hinterlassen hatte die Geschichten Nick Hornby’s.
Auch von seinen Geschichten hatte Heng auf ihrem Blog geschwärmt, und da bereits eines der von ihr empfohlenen Bücher meinen Geschmack genau getroffen hatte, ich mich jedoch bisher nicht mehr an den Namen eines ihrer Lieblingsautoren erinnern konnte, musterte ich die Klappentexte. Auf den Kommentar meiner Schwester („Du kannst doch nicht so viele Bücher mit in den Urlaub mitnehmen“) hin, entschied ich mich für die Deutsche Übersetzung von „A Long Way Down“, geschrieben von (wie sollte es anders sein?) Nick Hornby.

Eine Entscheidung, die ich definitiv nicht bereut habe! Zwar war ich anfangs etwas skeptisch, schließlich handelte das Buch von vier Menschen,  die mit dem Gedanken spielen, sich umzubringen, doch der humorvolle und dennoch einfühlsame Schreibstil des Autors zog mich bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann. 

Worum geht’s?
Am Abend des 31. Dezember wollen vier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aus vollkommen unterschiedlichen Gründen vom Dach eines Hochhauses in den Tod springen. Da ist Jess, die nicht weiß, warum sie von ihrem Freund verlassen wurde, da ist Maureen, deren Sohn  schwerstbehindert ist und die diese Last alleine tragen muss; JJ, der von seinem besten Freund im Stich gelassen und nach verlaufener Musikerkarriere von Amerika nach England geflüchtet ist und nun als Pizzaboote arbeitet. Und Martin, einem ehemals erfolgreichen Fernsehmoderator, den jedoch nach seinem Gefängnisaufenthalt niemand mehr auf dem Bildschirm sehen möchte.
Dumm nur, dass sie sich alle für den finalen Sprung ein und dieselbe Lokalität ausgesucht haben. Da man sich jedoch schlecht umbringen kann, wenn einem andere dabei zusehen, beschließt die seltsame Gruppe, mit der Beendigung ihres Lebens bis zum Valentinstag zu warten.

 

Habt ihr das Buch gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?

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Über Anni

Anni, 21 Jahre jung. Deutsch-Chilenin auf der Reise durch die große weite Welt, von einer Küche zur nächsten. Ständig auf der Suche nach neuen kreativen Rezepten und den dazugehörigen (Test-)Essern.
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2 Antworten zu A Long Way Down

  1. Die Wiebke schreibt:

    Ich hab das Buch auch gelesen, als ich in Schweden im Urlaub war, ich glaueb 2008, und ich war hin und weg und immer ziemlich schlecht gelaunt, wenn ich zum Kanufahren aufhören musste zu lesen. Aber dann fand ich raus, dass man sich auch prima vorwärtspaddeln lassen kann und das Lesen dabei noch viel schöner wird 🙂 Richtig gutes Buch!

  2. henghdf schreibt:

    Oh, das sind alles so wunderbare Bücher, du wirst danach ein besseres Leben führen. 🙂 😀

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