Terminal

Sicherlich seid ihr auch schon einmal geflogen, vielleicht auch in ein anders Land. Dann kennt ihr sicher auch die Passkontrollen. Ewiges warten und die darauffolgende Erleichterung endlich den Flughafen zu verlassen und das (unbekannte) Terrain zu erkunden.

Was aber, wenn man nicht passieren darf, weil der Pass auf einmal nicht mehr gültig ist?
Und wenn man dann nicht verstehen kann, was passiert ist, weil man die Sprache der Flughafenbeamten nicht kennt?

Genau dieses Schicksal wiederfährt in Steven Spielbergs Film „Terminal“ einem Besucher aus dem fiktiven osteuropäischen Land Krakosien, Viktor Navorski,  der mehr als neun Monate lang am New Yorker Flughafen festsitzt – durch einen Putsch in seinem Heimatland wird dieses diplomatisch nicht mehr anerkannt, Navorski wird staatenlos. Da er weder in die USA einreisen, noch ausreisen darf richtet er sich gezwungenermaßen im Terminal 67 ein. Um sich in den Flughafenrestaurants sattessen zu können findet er immer neue Verdienstmöglichkeiten, doch der leitende Beamte Frank Dixon findet immer einen Weg ihm diese Beschäftigung zu nehmen, denn er möchte den Ausländer so schnell wie möglich loswerden – zum Beispiel, indem er Navorski den Ausgang zeigt, den er eigentlich nicht passieren dürfte, damit er selbigen in einer kurzen Phase der Wachablösung passiert und somit von der Polizei in Gewahrsam genommen würde.
Dieser nutzt die Chance jedoch nicht und lebt weiter am Flughafen, findet Freunde, schließlich eine Arbeit und verliebt sich in eine Flugbegleiterin.

„Terminal“ ist ein wirklich zu Herzen gehender Film über die Wirren der Bürokratie. Man kann sich gut in Navorski hineinfühlen und hofft bei jedem seiner Besuche bei der Einreisebehörde, dass er endlich den Flughafen verlassen darf – und verlässt selbige jedes Mal aufs neue ohne Erfolg gehabt zu haben.
Am meisten hat mich jedoch beeindruckt, dass der Film „lose auf der Geschichte des Iraners Mehran Karimi Nasseri [basiert], der vom 26. August 1988 bis August 2006 unter dem Namen Sir, Alfred (er selbst benutzte das Komma in seinem Namen) auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle lebte“ (Quelle).

Zusammenfassend gesagt: Mir hat der Film wirklich gut gefallen. Überzeugt euch selbst!

 

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Über Anni

Anni, 21 Jahre jung. Deutsch-Chilenin auf der Reise durch die große weite Welt, von einer Küche zur nächsten. Ständig auf der Suche nach neuen kreativen Rezepten und den dazugehörigen (Test-)Essern.
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